Gesamtkosten Stromsystem
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Fossil/sonstige steuerbare Erzeugung (Rest)
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Steuerfinanzierter Anteil
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Endkundenanteil (nicht steuerfinanziert)
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| Gruppe | Preisanteil (nicht steuerfinanziert) | Jahreslast (aus Umrechnung) |
|---|---|---|
| Haushalte | – | – |
| Gewerbe/Dienstl. | – | – |
| Industrie | – | – |
| Mechanismus / Proxy | Preisanteil | Umrechnung (€/a) |
|---|---|---|
| CO₂-Komponente im Preis (begünstigt emissionsarme Erzeugung relativ zu fossil) | – | – |
| Netze (regulierte Infrastruktur – Investitions-/Auftragsvolumen-Proxy) | – | – |
| Flexibilität/Speicher (Flexmarkt-/Technologie-Volumen-Proxy) | – | – |
| Reserve/Versorgungssicherheit (Backup-/Kapazitäts-Volumen-Proxy) | – | – |
| Fossil-/Import-Risikoaufschlag (Kosten-/Risiko-Proxy fossil geprägter Systeme) | – | – |
| Steuerfinanzierung (Verlagerung vom kWh-Preis in den Haushalt) | – | – |
| Industrieentlastung: Transfer Industrie → Haushalte+Gewerbe | – | – |
| Zusatzlast daraus: Haushalte | – | – |
| Zusatzlast daraus: Gewerbe/Dienstl. | – | – |
Worum es hier geht: Der Rechner übersetzt Annahmen zu Stromsystem-Kosten (Erzeugung/Beschaffung, Netze, Flexibilität, Reserve, Risiko, CO₂) in eine Strompreis- und Umlagewirkung. Er beantwortet damit drei typische Gremienfragen:
Der Rechner ist kein Prognosemodell, sondern ein transparenter Szenario‑ und Umlage‑Rechner: Du kannst Annahmen bewusst ändern, um Wirkungsrichtungen, Größenordnungen und Verteilungswirkungen nachvollziehbar zu machen.
Für jedes Szenario bzw. jede Parametereinstellung werden stets dieselben Kerngrößen ausgegeben:
Damit wird sichtbar, ob ein Kostentreiber die Systemkosten erhöht (z. B. Netze/Flex/Reserve) oder ob primär die Verteilung verschoben wird (z. B. Steueranteil, Industrieentlastung).
Die Szenarien sind keine „Wahrheiten“, sondern bewusst gewählte Vergleichspunkte. Du kannst sie als Startwerte laden und anschließend gezielt einzelne Parameter variieren.
Ausgangspunkt mit plausiblen Standardwerten: dient als Vergleichsbasis („Was passiert, wenn…?“).
Hoher Anteil volatiler Erneuerbarer (Wind/PV) ohne Kernkraft. Typisch: höherer Bedarf an Netzen, Flexibilität und Reserve.
Ähnlich ambitioniert, aber mit Kernkraft-Anteil als steuerbare CO₂‑arme Erzeugung: kann Flex-/Reservebedarf reduzieren.
Niedrigerer Netzausbau als Default, dafür stärkerer Import-/Fossil‑Rest und höherer Risikoaufschlag. Für den Vergleich „Netze hoch vs. niedrig“: ändere zusätzlich den Parameter Netzkosten.
Gemischter Technologiepfad (Kernkraft, volatile Erneuerbare, steuerbare Restlast) mit Fokus auf Industriepreise: höhere Industrieentlastung und ggf. höherer Steueranteil.
CO₂‑Preis und CO₂‑Block werden auf 0 gesetzt. Der Mix ist stärker kosten- und versorgungsorientiert; Unterschiede in Netzen/Flex/Reserve bleiben als technische Notwendigkeit sichtbar.
Reiner Kernkraftpfad als technischer Extrempunkt: hilft zu verstehen, welche Kostenblöcke dadurch sinken/steigen könnten.
Rein fossiler Pfad als Extrempunkt: macht CO₂‑ und Risiko-/Importeffekte sichtbar.
Ein „Mischpfad“ zur schnellen Diskussion: relativ hoher Kernkraftanteil plus signifikanter Wind/PV‑Anteil; Rest steuerbar fossil/sonstige.
Hoher Wind/PV‑Anteil ohne Kernkraft, aber mit definierter steuerbarer Restlast: zeigt den Bedarf an Flex, Reserve und Netzen.
Hinweis zum „Cui bono“: Der Rechner zeigt Zahlungsströme und Verteilungseffekte (wer zahlt und wofür) – nicht Motive. Ein Erkenntnisgewinn entsteht, wenn du Szenarien gegeneinanderstellst und eine Stellschraube nach der anderen variierst.
Der Rechner ist ein transparenter Szenario- und Umlage-Rechner. Er beantwortet nicht die naturwissenschaftliche Frage, ob und in welchem Ausmaß ein Klimawandel anthropogen ist. Er beantwortet die ökonomisch-politische Frage, wie unterschiedliche energiepolitische Prämissen und System-Architekturen in messbare Kostenblöcke und in eine Verteilungswirkung (wer zahlt wie viel) übersetzt werden.
Der Rechner macht Zahlungsströme sichtbar, nicht Motive. „Wem nützt es?“ lässt sich hier als Frage nach Erlös- und Umlagekanälen formulieren:
Wichtig: Der Rechner erlaubt, diese Kanäle unabhängig voneinander zu parametrisieren und die Sensitivität zu sehen. Er liefert dadurch Erkenntnisgewinn, auch wenn man die Prämissen „anthropogen“ versus „nicht anthropogen“ unterschiedlich bewertet.
Hinweis: Zahlen sind Szenario-Parameter. Für belastbare Politikfolgenabschätzung müssen Parameter mit Quellen und regionalen Daten hinterlegt werden. Der Nutzen des Tools liegt in Transparenz, Vergleichbarkeit und Rechen-Disziplin – nicht in einer behaupteten „Wahrheit“ eines Szenarios.
Dieses Hintergrundpapier erklärt, was der Szenario‑ und Umlage‑Rechner leistet – und was nicht. Der Rechner ist als Werkzeug für Gremien, Öffentlichkeit und Fachgespräche gedacht, um ein komplexes Stromsystem über wenige, transparente Kostenblöcke und eine nachvollziehbare Umlagelogik diskutierbar zu machen.
Der zentrale Nutzen besteht darin, dass sich zwei Ebenen getrennt betrachten lassen:
Der Rechner arbeitet bewusst mit additiven Kostenblöcken in ct/kWh:
Der Rechner unterscheidet grob:
Wichtig: Der Mix selbst erzeugt im Rechner nicht automatisch „richtige“ Kosten, sondern dient dazu, CO₂‑ und Risiko‑Effekte plausibel zu verknüpfen (z. B. mehr fossil/Import → höherer Risiko‑ und CO₂‑Einfluss).
Aus den Systemkosten werden zwei Zahlungsströme abgeleitet:
Zusätzlich kann eine Industrieentlastung eingestellt werden. Das verschiebt Umlagen, ohne die Systemkosten zu ändern.
Der Rechner ist kein Motiv‑ oder Absichtsmodell. Er macht aber transparent, welche Kostenblöcke bei welchem Szenario dominieren – und damit auch, welche Bereiche typischerweise die größten Zahlungsströme erhalten:
Damit wird eine Diskussion möglich, ohne dass man sich vorab auf eine politische Deutung festlegen muss: Man kann zuerst klären, welcher Block die Größenordnung treibt und wer die Rechnung trägt.
Nutze „Ergebnisbericht“ für einen automatisch generierten Fließtext mit den berechneten Zahlen. Für Druckausgabe steht zusätzlich „Drucken“ zur Verfügung.
Hier kannst du Varianten (Szenarien oder manuelle Einstellungen) als Snapshots speichern und direkt vergleichen. Speicherung erfolgt lokal im Browser.